AUTOBIOGRAFIE VON GÜNTER REISCH ERSCHEINT IM MÄRZ 2015

Vor einem Jahr starb im Alter von 88 Jahren Günter Reisch.

Sein Berufswunsch Regisseur wurde schon 1947 auf seinem Abiturzeugnis vermerkt. Er wurde im März 1948 Mitarbeiter der ostdeutschen Filmgesellschaft DEFA. Bis zu seinem Tod am 24. Februar 2014 blieb er ihr eng verbunden.

Etwa seit dem 80. Geburtstag plante Günter Reisch, sein Erinnerungsbuch zu schreiben.
Es folgten intensive Arbeitsgespräche zwischen ihm und Peter Warnecke (Archivar  des Filmmuseums in Potsdam) in den Jahren 2010 bis 2013.

Ein wichtiges Anliegen war ihm, über die Geschichte der DEFA aus seiner persönlichen Sicht  zu berichten, an Freunde und Kollegen zu erinnern. Und immer wieder stellt er Fragen nach dem Einfluss der DDR Innen- und Außenpolitik auf die Filmemacher und ihre Werke. Hierbei bezieht sich der Regisseur Günter Reisch zuvörderst ein, erzählt über seine gedrehten oder nicht gedrehten Filme, wie seine Filme entstanden und in die Kinos kamen.

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Trauerrede für Günter Reisch von Rudolf Jürschik

Rudolf Jürschik zur Trauerfeier für Günter Reisch am 7. 3. 14

Wir, die wir uns getroffen haben, wissen und trauern um einen von uns.

OH HAШ! So ließ Günter seinen "Anton, den Zauberer" zum Auftakt seines so schön vielschichtigen Films von den Seinen scheiden.

Er nun von uns. Nur, jetzt gehört das Scheiden zu unserem Leben, nicht zur Kunst, und ist also nicht komisch.

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Trauerrede für Günter Reisch

Günter Reischvon Andreas Dresen

Das Telefon klingelt nicht mehr. Es bleibt still, ganz still, obwohl es doch immer um diese Zeit des Jahres war, dass Günter angerufen hat. Als Mitglied der Filmakademie wollte er sich mit mir über die nominierten Filme der Vorauswahl für den deutschen Filmpreis unterhalten, ehe jeder von uns abzustimmen hatte.
Ich bekam regelmäßig ein schlechtes Gewissen, denn Günter hatte im Gegensatz zu mir immer bereits alles gesehen. Er war neugierig auf das, was da aktuell produziert wurde. Manche ehemaligen DEFA-Kollegen hatten sich nach der Wende zurück gezogen, Günter nicht. Er war überall dabei und man konnte so schön leidenschaftlich über Filme mit ihm sprechen. Und jetzt?

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Preisverleihung der DEFA-Stiftung 2013

Dankesrede von Günter Reisch anlässlich der Preisverleihung der DEFA-Stiftung für sein Lebenswerk am 15. November 2013

Liebe Freunde, Wegbegleiter, Vordenkende und Nachempfindende,

Ihr habt mir bewusst werden lassen, dass es sich lohnte, so alt zu werden. Da die Anlässe solches zu vergelten, nicht immer greifbar sind, so lasst mich diesen Abend benutzen uns allen unversiegbare Kreativität zu wünschen für das Kunstwerk Leben, das doch jeder für sich und die Seinen selbst gestaltet.

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Werte cineastische Internetnutzer, Freunde und Weggenossen,

wie bekannt verschwand vor 20 Jahren ein international anerkannter deutscher Staat aus dem vielschichtigen Geflecht der Vereinten Nationen. Auf Wunsch fast aller Einwohner, so nach heute gängiger Meinung.

Aus ihren 40 Jahren hat diese Republik vielfache Spuren hinterlassen - und viele nicht zu ihren Gunsten. Diejenigen, die diese Zeit zurückwünschen, werden in einem politischen Altenheim verbleiben. Ich werde nicht zu ihnen gehören. 

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Akademie der Künste trauert um Kurt Maetzig, ihr ältestes Mitglied.

Der Filmregisseur starb am 8. August im Alter von 101 Jahren. Er hatte in Frankreich studiert, und als Feingeist und Kosmopolit kehrte er immer wieder zu den Ursprüngen der Aufklärung zurück. Antrieb seiner filmischen Arbeit, die im Nachkriegsdeutschland begann, waren das Bemühen um den mündigen Zuschauer und die Vision von einem aufgeklärten Film, wozu für ihn der Aufbau einer neuen Filmkultur nach dem Krieg im Osten Deutschlands essentiell war.

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